Samstag, 26 Januar 2019 14:33

Rehabilitation nach Spezialbeschlag

Spezialbeschläge gibt es in vielen Formen und Ausführungen. Im folgenden Beispiel wurde versucht, mittels Lederplatte und einer Kunststoffmasse die Folgen einer alten Verletzung zu therapieren. Das Pferd hatte sich bereits als Jährling verletzt, wodurch der äußere Hufknorpel weitestgehend operativ entfernt werden musste.


Ein Ziel der Huforthopädie ist es, eine möglichst gleichmäßige Lastaufnahme herzustellen. Im vorliegenden Fall war die Zehenwand deutlich zu lang und zu schräg zum Boden ausgerichtet. Durch die dadurch stark eingeschränkte Tragfähigkeit der Zehe kam es zu einer (gerade in diesem Fall) sehr ungünstigen Lastverlagerung auf die Trachte. Der durch die Verletzung besonders schützenswerte Trachtenbereich wurde so noch mit zusätzlicher Tragelast belegt.

Die Zehe hat nunmehr eine physiologische Länge und Ausrichtung erreicht, wodurch sie ihre tragende Funktion zurückerlangt hat. Der Verlauf des Fallbeispieles zeigt eindrucksvoll, wie positiv sich die Huforthopädie und die dadurch erreichte gleichmäßige Lastaufnahme auf den Huf ausgewirkt hat.

Behandelnde Huforthopädin: Dagmar Staubach

Gelesen 732 mal Letzte Änderung am Samstag, 26 Januar 2019 21:01
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